KUNST, KULTUR UND KAFFEE IM „FYAL CENTRAL“

ODER: FÜR JEDEN ANDERS!

 

Kunstgalerien sind nicht so dein Ding? Sterile Räume, stummes Ausharren vor abstrakten Objekten, ehrfurchtsvolle Fachgespräche – wenn du dir das so vorstellst, kann ich deine Abneigung absolut verstehen! Aber wie wäre es mit Kunst zum Anfassen in einer entspannten Atmosphäre, fröhliche Gespräche und Musik im Hintergrund, zwischendurch ein guter Kaffee!? Klingt besser? Dann solltest du unbedingt mal bei Ole Oelkers und seinem „Fyal Central“ in Münster vorbeischauen:

 

Fuck You Art Lovers

 

Du magst Kunst, hast deswegen auf diesen Blogpost geklickt und wirst nun dafür beleidigt!? Keineswegs – ich möchte dir nur davon berichten, wie das „Fyal Central“ entstanden ist… Bestimmt kennst du die überdimensionierten Billardkugeln am Aasee, die 1977 im Rahmen der ersten „Skulptur Projekte“ errichtet wurden!? Weswegen ich das erzähle? Sie sind bei Weitem nicht das einzige Überbleibsel, was von der alle zehn Jahre im öffentlichen Raum veranstalteten Kunstausstellung erhalten geblieben ist; auch das „Fyal Central“ gehört dazu. 2007 wurde es von David Deilmann als Pop-up-Café gegründet, die Ausstellung des dänischen Künstlers Kristian Hornsleth, die hier als erste von der Galeristen-Familie Steinrötter gezeigt wurde, trug eben diesen prägnanten Namen: „Fuck You Art Lovers“. Das Ganze kam so gut an, dass das Café in unmittelbarer Nähe des Domplatzes auf Dauer bleiben durfte – kein Wunder also, dass es auch heute noch mit seinem Namen an die Anfänge erinnert!

 

 

Vielleicht war es die Kreativität von Geschäftsleiter Jens Abeler, der das „Fyal Central“ von 2007 bis 2019 führte, vielleicht waren es auch die Vibes, die hier in dem ehemaligen Umspannwerk noch unterwegs sind, jedenfalls mauserte sich die Location zum Anziehungspunkt für Künstler, Kunstinteressierte, junge Talente und Münsteraner, die einfach nur einen guten Drink in urbaner Atmosphäre zu sich nehmen wollten. Einer von ihnen war Ole Oelkers, der 2010 für den Zivildienst aus Quakenbrück nach Münster gezogen war, hier Chemie und Sport auf Lehramt studierte und von 2012 bis 2018 bei „Pinkus Müller“ die Biergalerie geschmissen hatte. Als er die Geschäftsleitung angeboten bekam, zögerte er nicht lange; er schätzte das Flair, war begeistert von dem Konzept und sagte gleich zu.

 

 

Vieles hat Ole beibehalten, wie etwa die monatlich wechselnden Kunstausstellungen, einiges aber auch verändert. Step by step wurden die Wände und der Boden neu gestaltet und die Möbel ersetzt, aus der ehemaligen Theke wurde ein DJ-Pult; besonders die Corona-Zeit bot reichlich Gelegenheit, um etwas frischen Wind in das „Fyal Central“ zu bringen…

 

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Auch das Spendenkonzept hat Ole neu eingeführt: Die Künstler, die hier ausstellen, müssen keine Vermittlungsgebühr zahlen, verpflichten sich aber, zwanzig Prozent ihrer hier erzielten Einnahmen an wohltätige Zwecke zu spenden. Besonders jungen Talenten greift Ole gern unter die Arme; selbstverständlich muss die Bewerbung aber auch zur Location passen. Die Präsentation und Aufhängung organisieren die Künstler selbst – natürlich mit Unterstützung des Teams vom „Fyal Central“ –, arbeiten eine Preisliste aus, schreiben einen Text über sich, stellen sich beim Vernissage-Abend – jeweils am ersten Freitag im Monat – selbst vor; für den ein oder anderen Anlass, der eigenen Arbeit einen noch professionelleren Rahmen zu geben. Und auch so manches Startup soll eng mit dem „Fyal Central“ verwurzelt sein… Aktuell kannst du bis Ende des Monats übrigens die Arbeiten von „Käpten Nobbi“ Paul Sous hier bewundern und vielleicht dem Objekt deiner Begierde ein neues Zuhause schenken.

 

 

Café und mehr

 

Du hattest eigentlich nur wegen des Wortes „Kaffee“ in der Überschrift auf diesen Blogpost geklickt? Dann erstmal danke, dass du bis dabei geblieben bist! Und natürlich sollst auch du auf deine Kosten kommen! Guten Kaffee gibt´s hier immer, mittwochs und samstags auch leckere Zimtschnecken und kleine Kuchen der Münsteraner Konditormeisterin „Jo Christin“, an den anderen Tagen frische Backwaren von „Krimphove“.

 

 

Bei den kalten Getränken legt Ole – so weit es eben geht – viel Wert auf Nachhaltigkeit, regionale Biere, Bio-Limonade, eine gute Weinkarte und hippe Longdrinks stehen für dich bereit. Dazu gibt es immer wieder auch Live-Musik oder Sets von wechselnden DJs; auf der Homepage kannst du dich über das aktuelle Programm auf dem Laufenden halten.

 

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So ist das „Fyal Central“ für den einen ein gemütliches Café, für den anderen eine Szene-Kneipe oder ein hipper Club, für den einen eine Kunstgalerie, für den anderen eine Talentschmiede – für jeden etwas Anderes… Und was ist es für dich?

 

 

Fyal Central, Geisbergweg 8, 48143 Münster

https://www.fyalcentral.de/

https://www.facebook.com/fyalcentral/

https://www.instagram.com/fyalcentral/

Die Fotos von den Getränken wurden mit freundlicher Unterstützung von Ole Oelkers zur Verfügung gestellt.

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